Coworking Spaces erleichtern Jungunternehmern den Start

Große Nachfrage: Im Coworking Hagenberg wurde die Kapazität zuletzt auf 18 Arbeitsplätze erhöht (Foto: Softwarepark Hagenberg)

Noch werden Böden verlegt und Glaswände eingezogen. Anfang 2014 eröffnet der Hub Linz Smart Office den bislang größten Coworking Space Oberösterreichs. 30 bis 40 mietbare Arbeitsplätze sowie Besprechungsräume und Gemeinschaftsbereiche werden auf 500 Quadratmetern im als „Dames-Gebäude“ bekannten Bauteil der Tabakfabrik Linz geschaffen. „Die Tabakfabrik ist ein besonderer Ort“, sagt Geschäftsführerin Iris Mayr. Ein bunter Mix an Unternehmen soll den Austausch fördern, so Mayr: „Künstler, Buchhalter, Technologie-Start Ups und Forscher sollen eine offene und lebendige Kultur vorfinden.“ Das Linzer Projekt will zudem kleinere mit etablierten Unternehmen und Investoren vernetzen.

1999 wurde in New York der erste Coworking Space gegründet. Mit der Schraubenfabrik in Wien hat diese neue Form der Gemeinschaftsbüros vor elf Jahren in Österreich Einzug gehalten. Freiberufler und Jungunternehmer mieten Arbeitsplätze in größeren Räumen stunden-, tages- oder monatsweise und nützen die gemeinsame Infrastruktur. Damit arbeiten sie kostensparender und flexibler als in Einzelbüros und finden, anders als im Heimbüro, eine Arbeitsgemeinschaft vor. Diese neue Arbeitsform boomt: Derzeit arbeiten weltweit bereits mehr als 100.000 Menschen in einem der 3.000 Coworking Spaces, schätzt Carsten Foertsch, Herausgeber des Online-Magazins Deskmag.

In Oberösterreich gibt es derzeit drei Coworking Spaces. Coworking Hagenberg hat seine Kapazität vor kurzem aufgrund der großen Nachfrage auf 18 Plätze erhöht. Mieter sind laut Irene Pechböck vom Betreiber Softwarepark Hagenberg Gründerfirmen und Einzelunternehmen, die in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) tätig sind. Zudem mieten größere Firmen Arbeitsplätze für studentische Mitarbeiter. Durchschnittlich blieben Firmen 15 Monate lang im Coworking Hagenberg, so Pechböck. „Mittel- und langfristig“ blieben die Mieter im Daxbau in Linz, so Betreiber Markus Gerhard. Er hat den Coworking Space mit sechs Arbeitsplätzen aufgrund seines eigenen Bedarfs gegründet und ist derzeit ausgelastet. Der Gründerverein akostart betreibt in Linz einen Coworking Space auf 240 Quadratmetern und stellt sie Jungunternehmern im ersten Jahr kostenlos zur Verfügung.

Ergänzung Dezember 2013: Seit 1.12. agiert der Coworking Space in der Tabakfabrik unter dem Namen Axis Linz.

Veröffentlicht im Wirtschaftsblatt OÖ, 6. November 2013

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